„O2 World” Berlin – Entertainment-Arena mit vorgehängter Naturstein- und Aluminiumfassade

Gladbeck / Berlin – Im Herbst 2008 öffnet die „O2 World“ in Berlin ihre Tore. Damit verfügt die Hauptstadt über eine neue Entertainment-Arena der Superlative, die sich multifunktional in kürzester Zeit etwa vom Eishockey-Stadion in eine Konzerthalle verwandeln lässt. Das eindrucksvolle „Kleid“ der Arena besteht zum einen aus edlem Naturstein, der zu einer vorgehängten und hinterlüfteten Fassade verarbeitet wurde, zum anderen aus einer aufwändigen Metallkonstruktion aus beschichtetem Aluminium. Für den nötigen Brand-, Schall- und Wärmeschutz sorgt eine 100 mm dicke Dämmschicht aus nichtbrennbarer Steinwolle.
Der Bauherr macht die Dimensionen des neuen Komplexes mit beeindruckenden Vergleichen deutlich: Der Bruttorauminhalt entspricht rund 100 Einfamilienhäusern, die „O2 World“ bietet fünf Mal mehr Platz als das Bundeskanzleramt, der Berliner Funkturm könnte der Länge nach in die Arena gelegt, das Brandenburger Tor gleich komplett hineingestellt werden. In Zahlen bedeutet das: Die Arena verfügt über eine Gesamtfläche von 60.000 m2 und weiteren 120.000 m2 als Außengelände. Sie bietet über 17.000 Sitz- und Stehplätze, 59 Entertainment-Suiten für Großgruppen sowie diverse Konferenz- und Party-Suiten. Ausmaße, die die gewaltigen Kraftanstren-gungen während der rund 24-monatigen Bauzeit erahnen lassen.
Futuristisches Halbrund
Für den Rohbau der „O2 World“ wurden rund 35.000 m3 und ca. 4.200 Tonnen Bewehrungsstähle benötigt. Allein die Stahlkonstruktion des Daches wiegt rund 1.770 Tonnen. Für die Fassade mit einer Fläche von insgesamt circa 10.000 m2 ließen sich Bauherr und Planer etwas Besonderes einfallen. Die vorgehängte Natursteinfassade aus schwarzem Granit im Gebäudesockel und hellem Sandstein wird kontrastiert durch eine glänzende Aluminiumfassade, die wiederum durch ein futuristisches Lichtspiel unterbrochen wird: Eine halbrunde Glasfassade (Biegung 105 Grad) auf 12 m Höhe mit einer Breite von 120 m an der Frontseite der Arena beherbergt eine 1.440 m2 große LED-Installation mit 300.000 einzelnen Lichtpunkten. Diese Projektionsfläche informiert über die bevorstehenden Veranstaltungen und zählt aktuell zu den größten ihrer Art.
Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die neue Arena vor allem den Besuchern, die sich dem Haupteingang nähern. „Im Eingangsbereich neigt sich die Aluminiumfassade dem Besucher mit einem Winkel von etwa 15 Prozent entgegen“, berichtet Ronald Brockhagen, als verantwortlicher Projektleiter der Hoesch Contecna Systembau unter anderem für die Montage der rund 2.300 m2 Aluminiumfassade zuständig. „Für diese auskragende Konstruktion war eine spezielle Stahl-Unterkonstruktion notwendig.“
Schallschutz inklusive
Um den Neubau auch energetisch nach dem aktuell bestmöglichen Standard auszurüsten, setzten die Verantwortlichen auf eine Dämmung aus Steinwolle sowohl hinter der Naturstein- als auch der Aluminiumfassade. Eine gute Entscheidung, wie Jürgen Puschmann, Geschäftsführer der Dämmtechnik Puschmann GmbH, glaubt. Er betreute die umfangreichen Dämmarbeiten hinter den Natursteinelementen an der „O2 World“ und ist von dem Gesamtbaukonzept ebenso begeistert, wie von der Umsetzung der Fassadenkonstruktion. „Bei vielen Bauherren gerade solcher Großprojekte haben sich die Vorteile einer hinterlüfteten, vorgehängten Fassaden-konstruktion herumgesprochen. Durch die Diffusionsoffenheit der in Berlin verwendeten ,Fixrock VS’ Steinwolle-Dämmung von Rockwool trocknen etwa die Außenwände extrem schnell ab, die Bausubstanz wird nachhaltig geschützt. Und für einen Entertainment-Komplex mit diesen Ausmaßen und dieser Nutzungsart von besonderer Bedeutung: Mit den Dämmplatten erhöhen sich die Schalldämmwerte der Fassade um bis zu 10 dB.“
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„Bautafel“
Bauherr: Anschutz Entertainment Development GmbH
Projektsteuerung: Icon Venue Group / Chandlers KBS
Architekten: HOK Sports / JSK
Fassadenplanung: Prof. Michael Lange
Bauausführung: BAM Deutschland AG
Natursteinfassade: Hofmann GmbH + Co. KG
Metallfassade: Hoesch Contecna Systembau GmbH, Leipzig
Dämmung: Dämmtechnik Puschmann GmbH
Technische Beratung: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG
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Deutsche Rockwool –
Dämmstofflösungen aus Steinwolle für nachhaltiges Bauen
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