Opernumfeld Wuppertal – Attraktive Gestaltung mit Betonsteinen

Referenz an die Ästhetik des Gebäudes mit Stein+Design

Es war eine ganz besondere Sanierung: Rund drei Jahre lang haben Handwerker aus über 30 Gewerken das Wuppertaler Opernhaus, Spielstätte des international renommierten und preisgekrönten Wuppertaler Tanztheaters, wieder in Schuss gebracht. Mit der Sanierung des Opernhauses wurde gleichzeitig auch die Gebäudeumgebung mit neuem Leben erfüllt.  Das gesamte Umfeld der Oper erhielt durch dreifarbig verlegte Pflastersteine von Stein+Design sowie eine neue Beleuchtung und Möblierung eine attraktivere Gestaltung. Außerdem wurde ein neuer Opernvorplatz geschaffen, mit dem eine harmonische Abrundung der städtebaulichen Situation gelungen ist.

Im Stadtteil Barmen konzentrieren sich die kulturellen Einrichtungen von Wuppertal. Wie unverbundene Inseln lagen die wichtigen Ankerpunkte des kulturellen Geschehens entlang der Bundesstrasse 7. Das sollte sich  2003 durch den städtebaulichen Wettbewerb „Kulturachse Barmen“ verändern. Ziel des Wettbewerbs war, die kulturellen Einrichtungen Historisches Zentrum mit Pavillon, Engelsgarten und Opernhaus als “Kulturachse Barmen” in einen erlebbaren städtebaulichen Zusammenhang zu bringen. Nach dem Entwurf des Preisträgers – des Architekturbüros „jensen ingrisch recke architekten“ aus München – wurde das Projekt optisch reizvoll umgesetzt.

Die gestalterische Idee der Architekten war, das städtebaulich nicht optimal integrierte Opernhaus als besonderen städtischen Baustein hervorzuheben und eine Einheit mit dem östlich gelegenen Engelsgarten herzustellen. Dafür hatten sie eine Grundfläche aus hochwertigen Pflastersteinen vorgesehen, auf der die Oper als Objekt platziert wirkt und der Engelsgarten als Intarsie eingelegt erscheint. „Der `neue Platz´ bewirkt eine unmittelbare Anbindung an das historische Zentrum mit dem Engelshaus und dem Museum für Frühindustrialisierung und schafft so einen Ort von zentraler Bedeutung für Wuppertal-Barmen“, erklärt Architekt Johannes Ingrisch. Wichtig bei dem Entwurf war für ihn, dass sich der Steinbelag in der Wertigkeit und Farbigkeit von den gewohnten Strassen- und Gehwegbelägen abhebt und homogen sowohl die Oper, als auch den Garten umspült. „Dadurch erfahren auch die vormals vernachlässigten Seiten der Oper eine Aufwertung. Ihnen kommt nun städtebauliche Bedeutung zuteil“, so Architekt Ingrisch.

Optische Verbindung durch die Pflastersteine La Linia

Der Entwurfsplanung des Münchener Architekturbüros entsprechend, entschieden sich die Wuppertaler Stadtverwaltung, Ressort Stadtentwicklung und Städtebau, und das Verkehrsplanungsbüro Dorsch, im Opernumfeld für den Pflasterstein La Linia von Stein+Design in dreifarbiger Ausführung (Sonderfarben hell-, mittel- und dunkelgrau) einzusetzen. „Wir wollten einen Bodenbelag, der sich in Oberfläche und Farbe seiner Umgebung anpasst, dem besonderen Charakter der denkmalgeschützten Oper entspricht und gleichzeitig was Neues bewirkt“, berichtet Barbara Rekowski, Projektleiterin im Ressort Stadtentwicklung und Städtebau der Wuppertaler Stadtverwaltung.

Ein weiterer Gesichtspunkt war die hohe Qualität der Beton-Pflastersteine, die lange Zeit überdauert: „Die Flächen unterliegen einer intensiven Fußgängernutzung und müssen die Befahrbarkeit durch Feuerwehr, Reinigungsfahrzeuge und Schwertransporte bei Veranstaltungen gewährleisten“, so Barbara Rekowski. La Linia ist auf einer Fläche von rund  4.450 Quadratmetern im Umfeld der Wuppertaler Oper verlegt.

Funktionalität und besondere Ästhetik

La Linia ist ein moderner Klassiker unter den Pflastersystemen. Der Betonstein enthält einen hohen Anteil von Natursteinedelsplitten, die durch Feinstrahltechnik an der Steinoberfläche freigelegt werden. Dadurch entsteht ein homogenes und weiches Oberflächenbild mit klarer Struktur. Doch auch in funktionaler Hinsicht erfüllt das Pflaster die Anforderungen, die an die stark frequentierten Außenflächen gestellt werden. Das Betonstein-Pflaster La Linia bietet im Hinblick auf die Strapazierfähigkeit, Haltbarkeit und Farbbeständigkeit überzeugende Vorteile und lässt es über Jahre seine natürliche Ausstrahlung behalten. Dazu trägt auch das von Stein+Design entwickelte CleanTop-System bei, das die Oberfläche der Steine veredelt und schützt.

Verlegt sind die Pflastersteine im Format 60x40x14 cm und 60x40x12 cm in einem Reihenverband, der sich in der Ausrichtung an der Gebäudekante des Opernhauses orientiert. An der Kopfseite der Oper betonen Natursteine im Blockverband verlegt den Eingangsbereich und dienen der besseren Orientierung. Durch werkseitig eingefräste taktile Elemente ist diese außerdem auch für sehbehinderte Besucher sichergestellt. Das Verlegemuster gibt der sehr unregelmäßigen Geometrie der Fläche einen eigenen Rhythmus und erzeugt ein homogen fließendes Bild, ohne gezwungen zu wirken.

Über die Gestaltung der Freiflächen haben die Münchener Architekten eine städtebauliche Aufwertung des Opernbereichs und des Historischen Zentrums sowie deren Verbindung über den Engelsgarten erreicht. Hier werden zentrale Funktionen über einen Bereich mit hoher Aufenthaltsqualität nunmehr zu einer Einheit zusammengefasst.

Im Jahr 2011 wird das Anschlussprojekt „Die städtebauliche Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes als Ankunftsort für die Kulturachse Barmen und Innenstadt Barmen“ mit Hilfe der Konjunkturförderung des Bundes fertig gestellt. Damit wird die Kulturachse Barmen mit dem Empfangsgebäude des Bahnhofes als Kultureinrichtung städtebaulich abgerundet.

Bautafel:

Projekt: Umfeld Opernhaus Wuppertal
Wettbewerb: Architekturbüro jensen ingrisch recke architekten (vormals Jensen Architekten), München
Gestaltung und Planung: Ressort 101 Stadtentwicklung und Städtebau Stadtverwaltung Wuppertal
Verkehrsplanung: Dorsch Consult mit Ressort 104 Straßen und Verkehr Stadtverwaltung Wuppertal
Pflasterstein:
La Linia von Stein+Design
Formate: 60x40x18 cm und 60x40x12 cm
Farben: Sonderfarben hell-, mittel- und dunkelgrau
Verlegte Fläche: 4.450 m²

Fotos: Stein+Design

Quelle: Stein+Design GmbH & Co. KG

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