BAU 2011: Nachhaltig und ästhetisch Bauen mit Beton
München, Januar 2011. „Energieeffizient und ästhetisch Bauen mit Beton“: Unter diesem Motto präsentiert sich die Zement- und Betonindustrie vom 17. bis 22. Januar 2011 auf der BAU in München. Auf dem mehr als 1.000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand mit elf Partnerunternehmen (Halle A2, Stand 322) stehen insbesondere die aktuellen Entwicklungen rund um die Themen „Nachhaltigkeit“, „Energieeffizienz“, „Gestaltung/Ästhetik“ und „Rationelles Bauen“ im Blickpunkt. Ob der neue Planungsatlas für den Hochbau, Sichtbeton-Innovationen mit unterschiedlichen Oberflächenbearbeitungen, die unbewehrte Betonwand oder Möglichkeiten der Betonkernaktivierung: Zu jedem der Schwerpunkte erwarten die Fachbesucher anschauliche Exponate, Produktmuster und ein breites Informationsangebot. Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer BetonMarketing Deutschland, erläutert: „Mit unserem Partnerkonzept und den vier Schwerpunkten wollen wir zeigen, dass die Branche seit der vergangenen BAU im Jahr 2009 zahlreiche Innovationen hervorgebracht hat und für nahezu alle Bauaufgaben perfekte Systemlösungen anbietet.“
Planungsatlas Hochbau – Wärmebrücken schon bei der Planung minimieren
In der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden die Anforderungen an Hochbau-Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit grundsätzlich verschärft. Die bauphysikalischen Nachweise rücken in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund erscheint pünktlich zur BAU die Neuauflage des online und auf DVD verfügbaren „Planungsatlas Hochbau“. Dieser bietet Architekten, Gutachtern, Bauherren und Handwerkern noch vielfältigere Möglichkeiten zur Berechnung von Wärmebrücken bei Neubau- und Sanierungsprojekten. Zu erwartende Wärmeverluste an geometrischen oder materialbedingten thermischen Schwachstellen – also Konstruktionsanschlüssen wie zum Beispiel Rollladen-kästen, Balkonanschlüssen oder Wandanschlüssen an die Bodenplatte – lassen sich mit dem Programm schon bei der Planung erkennen, analysieren und minimieren. Ganz gleich, ob es sich um ein- oder zweischalige Außenwände, Konstruktionen aus Normal- oder Leichtbeton, monolithische Konstruktionen, WDV-Systeme oder Stahlbeton-Sandwichsysteme handelt. Auch die Werte für Bauwerke mit wasserundurchlässigem Beton oder schwarzer Abdichtung sowie massiv geneigte oder flache Dächer können problemlos dargestellt werden. Eine den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie der begleitenden Normen EEWärmeG 2009 bzw. EPBD 2009 entsprechende energetische Gebäude-Auslegung ist gewährleistet – vom Keller bis zum Dach. Außerdem lässt sich durch die optimale Planung der Konstruktionsanschlüsse eine spätere Schimmelpilzbildung bzw. Tauwasserbefall wirksam vermeiden. Konkrete Neuerungen des auf der BAU erstmals präsentierten Planungsatlas‘: Neben den 550 Konstruktionsdetails für den Wohnungsbau können erstmals auch 50 Anschlüsse für den Nichtwohnungsbau berechnet werden. Außerdem bietet das mit einer 3D-Navigation und einer optimierten Such- und Blätterfunktion ausgestattete Programm über 6 Mio. Gleichwertigkeitsnachweise nach Beiblatt 2 (Energetische Werte) der DIN 4108.
Sichtbeton – Gestaltungsvielfalt für Innen und Außen
Sichtbeton ist längst im Gestaltungsalltag der Baukultur angekommen. Er ist mehr als nur Beton, der sichtbar ist. Sichtbeton verleiht Gebäuden und Innenräumen Struktur, Gestalt und Oberfläche. Genau dies können Besucher auf der BAU anhand zahlreicher Exponate und Musterwände erleben – optisch und haptisch. Dabei geht es auch um die Frage: „Was macht Sichtbeton zu Sichtbeton?“ Ein wesentliches Kriterium ist die Sichtbetonklasse. Diese definiert die Anforderungen an die Sichtbetonflächen – also an die Farbgebung, die Oberflächenbeschaffen-heit sowie die Grenzmaße für die Schwankungsbreiten. Nur eine klare Festlegung der Sichtbetonklasse stellt sicher, dass die gewünschte Betonqualität erzielt wird. Ein weiteres zentrales Gestaltungselement beim Sichtbeton ist die Schalhaut-struktur. Die Wahl zwischen Rahmen- oder Trägerschalung sowie die Gestaltung der Schalmusterpläne entscheiden über Gliederung und Aussehen der späteren Sichtbetonfläche. Über Schalungsmatrizen können Betonoberflächen mit dreidimensionalen Mustern strukturiert werden. Selbst Betonflächen mit Schriftzügen sind zu realisieren – wie auf der BAU zu sehen. Ein weiteres Augenmerk der Exponate am Messestand gilt den Möglichkeiten der Farbgebung. Sichtbeton ist keinesfalls auf einen Grauton festgelegt. Durch die Zugabe von Pigmenten lässt sich farbiger Beton in einer breiten Palette von rot über grün bis zu schwarz herstellen. Und selbst bei den Grautönen sind vielfältige Varianten realisierbar. So kann z.B. durch die Auswahl des Zements der Farbton beeinflusst werden: Ein Weißzement sorgt für sehr helle und ein Portlandschieferzement für dunkle Oberflächen. Nicht zuletzt ergeben sich auch durch die nachträgliche Bearbeitung der fertigen Betonoberfläche zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten. Vom Auswaschen der obersten Feinmörtelschicht über das Sandstrahlen oder Flammstrahlen bis zum manuellen oder maschinellen Nachbearbeiten der Betonoberfläche durch Stocken, Spitzen, Scharrieren sowie Schleifen und Polieren stehen zahlreiche Varianten zur Auswahl. Das Bauen mit Sichtbeton ist vielfältiger denn je – wie die BAU zeigt.
Unbewehrte Wand – Schlank und kostengünstig bauen
Durch eine vom Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. (BTB) in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen (Institute für Massivbau und Bauforschung) entwickelten neuen Typenstatik lassen sich Kelleraußenwände mit unbewehrtem Ortbeton wesentlich schlanker und dennoch außerordentlich tragfähig herstellen. Thomas Kaczmarek: „Bisher mussten sich Planer immer wieder fragen, warum eine Kelleraußenwand aus Mauerwerk fast 10 cm dünner sein darf als die aus unbewehrtem Beton. Grund dafür ist nicht die Tragfähigkeit des Betons, denn hochfester Beton kann ein Mehrfaches der Druckfestigkeit der stabilsten Mauersteine erreichen. Vielmehr sind es die unterschiedlichen Bemessungsansätze der Normen DIN 1053 Teil 1 für Mauerwerk und DIN 1045-1 für Beton, die für eine Kelleraußenwand aus Mauerwerk mit einer lichten Wandhöhe von 2,50 m und einer 2 m hohen Erdanschüttung eine erforderliche Wanddicke von 16 cm ergeben, während sie bei einer Ausführung in unbewehrtem Beton zu einer Wanddicke von 25 cm führen.“ Die Typenstatik ermöglicht nun den Bau schlankerer Kelleraußenwände aus unbewehrtem Beton. Damit sind außer den Raumgewinnen bei gleicher bebauter Fläche auch Kosteneinsparungen möglich: Es entfallen die Kosten für den Stahl und für die Bewehrungsarbeiten. Die entwickelten Bemessungsnomogramme ermöglichen eine einfache und praxisgerechte Dimensionierung, die alle erforderlichen Tragfähigkeitsnachweise für unbewehrte Wände enthält. Die Praxiserfahrungen erster Projekte – zum Beispiel einem Passivhaus in Königsbrunn – zeigen die enormen Einsparmöglichkeiten durch den Einsatz der unbewehrten Betonwände.
Betonkernaktivierung – Integriertes Klimakonzept
Ein weiteres Schwerpunktthema auf der BAU – da aktueller denn je – ist die Betonkernaktivierung. Energieeffizienz ist eines der zentralen Planungskriterien im Hochbau. Da Beton ein hohes Wärmespeichervermögen besitzt, eignet er sich sehr gut als Speicher-, Puffer- und Transportmedium für Wärme. Aus diesem Grund setzen Planer und Architekten bei Konzepten zur energieeffizienten Klimatisierung und Beheizung von Gebäuden vermehrt auf die Bauteilaktivierung bzw. Betonkernaktivierung. Systeme also, die die Gebäudemasse zur Temperaturregulierung nutzen. Die Wärme, die durch die Sonneneinstrahlung in eine Außenwand eingetragen wird, lässt sich speichern und später zum Heizen nutzen. Umgekehrt kann ein solches System auch zum Kühlen eingesetzt werden und den Einbau einer energieintensiven Klimaanlage überflüssig machen. Bei der Betonkernaktivierung erfolgt der Transport der Wärme über Flüssigkeiten. Die Rohrsysteme, so genannte Rohrregister, durch die diese Flüssigkeiten fließen, können direkt in die Betonbauteile einbetoniert werden. Es entsteht ein inniger „thermischer Kraftschluss“, der eine verlustfreie Energieübertragung mit maximalen Austauschraten ermöglicht. Das Prinzip lässt sich nicht nur in Wänden nutzen, sondern auch in Decken. Beispiele dafür sind die thermisch aktiven Betondecken, die auch als Klimadecken bezeichnet werden. Sie bestehen aus einer oberen und einer unteren Stahlbetonschale. Im Raum dazwischen ist reichlich Platz für die erforderlichen Installationen und Leitungen.
Neue Studie und Broschüre zum „Nachhaltigen Bauen mit Beton“
Sehr gute Schallschutzwerte, hervorragender Brandschutz, Wärme-speicherfähigkeit, Dauerhaftigkeit: Aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften bietet Beton optimale Voraussetzungen für intelligentes, modernes und energieeffizientes Bauen. Die Gewinnung der Ausgangsstoffe für Beton, der geringe Energieaufwand bei Produktion, moderne Verarbeitungsverfahren und die Möglichkeit eines „natürlichen“ Recyclings positionieren Beton endgültig als einen sehr nachhaltigen Baustoff. In einer umfangreichen Studie unter der Leitung des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) hat die deutsche Zement- und Betonindustrie vor einiger Zeit das Forschungsvorhaben „Nachhaltig Bauen mit Beton“ ins Leben gerufen. In einer breit angelegten Studie wurden die unterschiedlichen Aspekte der Nachhaltigkeit beim Bauen und Bewirtschaften von Gebäuden mit Beton untersucht, bewertet und in der fast 100 Seiten starken Broschüre zusammengestellt.
Quelle und Bild: http://www.beton.org
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Tags: Bau 2011, Baustoffe, beton, energiesparen, Fassadenbau, Wärmebrücken


17. Januar 2012 um 14:42
Develop who you are a donkey fill (sich eine Eselsbrücke bauen) = build a mnemonic system. Accomplish the actual soar (mach expire Fliege) = conquer it ! don’t create an hippo away from bug (aus einer…wohn riester nachteile