Objektbericht: Gläserne Betonwellen im Park
Villa F in Uffenheim
Eingebettet in eine Parkanlage liegt die Villa F auf einem großzügigen Grundstück im mittelfränkischen Uffenheim. Umgeben von altem Baumbestand scheint sie trotz ihrer scharfkantigen Architektur aus Beton und Glas mit der Landschaft zu verschmelzen. Die verglaste Südfassade lässt erahnen, welch komplexe Organisationsstruktur sich hinter ihr verbirgt: Offenes Wohnen auf drei Geschossen, die als Split-Level-Konstruktion über fünf Niveaus ineinander fließen.
Für den Architekten Martin Schroth ist das Bauwerk mehr als nur ein Wohngebäude mit repräsentativen Fassaden und notwendigem Raumprogramm. Durch seine Tätigkeit an der Akademie für Bildende Künste Stuttgart unterrichtet er Studenten in digitalem Entwurf und machte sich auch bei diesem Projekt die parametrischen Entwurfsprinzipien zu Nutze. Die komplexen Raumstrukturen erforderten Arbeitsmethoden, die weit über die zweidimensionale Planung hinausgehen. Mithilfe von mathematischen Formeln und Diagrammen brachte er die räumlichen Zusammenhänge mit den technischen Daten in Einklang. Die so erzeugten Simulationen halfen nicht nur bei der Optimierung von Raum- und Wegebeziehungen, sondern minimierten auch Fehlerquellen.
Decken und Wände sind aus Stahlbeton in Dicken von 20 cm hergestellt; die Decken außerdem zur Bauteilaktivierung mit einem entsprechendem Heizsystem bestückt. Ihre Ausführung musste absolut exakt sein, da die Fassadenprofile bündig an die Deckenaußenkante anschließen. Im Bereich der gekrümmten Deckenflächen in Gebäudemitte kam eine separate Deckenschalung aus Holz zum Einsatz.
Bild: Jan Döppert via BauNetz
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